„Die stetig steigende Nachfrage nach Apfelsaft aus dem Bamberger Land in den letzten Jahren bereitet wegen der zu erwartenden geringeren Ernte dieses Jahr manches Kopfzerbrechen.“ äußerte Georg Eichhorn von der Erzeugergemeinschaft „Bamberger Streuobst GbR-mbH“.
Ökologie und Ökonomie im Einklang
Streuobstwiesen als ökologisch wertvolle Lebensräume gehören zu den charakteristischen Elementen unserer fränkischen Kulturlandschaft. Sie bieten Lebensräume für eine Vielzahl von, teilweise bedrohten, Tier- und Pflanzenarten. Aber auch wichtige klimatische Ausgleichsfunktionen werden von ihnen übernommen. So dienen Streuobstwiesen nicht nur als Frischluftlieferanten sondern auch dem Lärm- und Staubschutz und dem Menschen als Erholungs- und Erlebnisraum.
Auf der anderen Seite lohnt sich für den Landwirt die Bewirtschaftung der Streuobstwiesen wieder, da er für sein Obst einen höheren Preis erhält. Dadurch wird er von Marktschwankungen unabhängiger und gleichzeitig bleiben so auch Arbeitsplätze in der Region erhalten. Und ganz nebenbei erhält der Verbraucher einen naturreinen Saft aus garantiert ungespritzten Äpfeln. Im Gegensatz zu Streuobstwiesen werden im intensiven Plantagen-Obstanbau die Bäume bis zu 25 mal pro Jahr gespritzt. Auch muss die Rohware von in Deutschland abgefüllten Säften keineswegs aus Deutschland stammen. Der Apfelsaft aus dem Bamberger Land hingegen bietet die Gewissheit, dass auch das drin ist was außen drauf steht! Nur was der Verbraucher kennt und bewusst erlebt kann er auch schätzen lernen und schützen. Und das alles ganz im Sinne der Agenda 21.
Streuobsterzeuger gesucht
Auf der einen Seite freut man sich bei der Erzeugergemeinschaft natürlich, dass der Apfelsaft von heimischen Streuobstwiesen vom Verbraucher so gut angenommen wird. Auf der anderen Seite jedoch bereitet die Unsicherheit der Erntemenge den Erzeugern einige Sorgen. Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, sucht die Erzeugergemeinschaft „Bamberger Streuobst GbR-mbH“ nach Erzeugern, die sich anschließen möchten und eine gesicherte Abnahmequelle für ihr Obst suchen. Denn nur, wenn die Menge der vergangenen Jahre beibehalten werden kann, ist ein Fortbestand des Apfelsaftes aus dem Bamberger Land gewährleistet.
Interessierte Streuobsterzeuger wenden sich bitte an Herrn Lips (0951/5191718), Herrn Eichhorn (09543/442933), Herrn Mohr (09503/7907) oder Herrn Hemmer (09542/70110).
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