Historisches Rathaus
Der Markt Burgebrach dürfte wohl die älteste Sidlung im
Ebrachgrund zu sein und bildet das nordöstliche Tor zum Steigerwald.
Im Jahr 1023 wurde Burgebrach als "Urbs Ebraha" erstmals urkundlich erwähnt, gegründet
dürfte der Ort aber um 814 vom Kloster Fulda sein. Somit ist Burgebrach vermutlich der
älteste deutsche Ort im Nordoststeigerwald.
1472 erhielt Burgebrach das Marktrecht und 1480 ein eigenes Wappen und Siegel. Anfang des
16. Jahrhunderts wurden drei wehrhafte Türme errichtet, die Stadtmauern ersetzten die
beiden Arme der Ebrach. Bis 1550 blieb die Markgemeinde unversehrt, dann aber wurde der
Ort durch den berüchtigten Marktgrafen Alcibades heimgesucht. Später, genauer am 16. Februar
1632, fielen die Schweden plündernd und mordend ein.
Heute ist Burgebrach eine bedeutende Gemeinde im Kreis Bamberg. Für Gäste hält der ca. 6000 Einwohner
zählende Markt viele Angebote bereit, auch die abendliche Unterhaltung kommt dabei nicht zu kurz.
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Die Pfarrkirche St. Veith enthält gotische und barocke Teile, es gibt jedoch Hinweise, daß
sie bereits kurz nach 814 entstanden ist. Das Untergeschoß des Turmes
stammt aus dem 13./14. Jahrhundert, wurde aber 1764 mit Mauerwerk ummantelt.
Im Hof der Kirche steht der wertvolle spätgotische Ölberg, weiter Skulpturen und Ornamente
der Pfarrkirche stammen von berühmten Bildhauern aus der Zeit nach 1700.
Ölberg
Die Durchfahrt des historischen Rathauses erinnert noch an die alten Wehranlagen Burgebrachs.
Früher legten im Rathaus die Neibürger ihr Gelöbnis ab. Ein zeitgenössischer Chronist beschreibt
dies mit folgen den Worten: "Sie geloben hier Gehorsam zu Geboten und Verboten der Gemein,
geloben handhebend, dass sie mit der Gemein leben und hegen wollen, dass sie drei Bäum von welchem
Obst auf die Gemein setzen uns schließlich acht Gulden Bürgergeld und einen Feuereimer zum
Instand bringen würden.". So streng sind die Aufnahmevorschriften heute allerdings nicht mehr.
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