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Marienaltar
Der viertürmige Kaiserdom, berühmtes Wahrzeichen Bambergs, wurde in einer Rekordbauzeit
von rund 20 Jahren auf einem der sieben Hügel Bambergs errichtet. Bereits 1012 stand an
dieser Stelle der Heinrichsdom, von Kaiser Heinrich II. zur Bistumsgründung gestiftet. Dieser
reich ausgestattete Kichenbau brannte jedoch in der Osternacht 1081 ab und wurde wieder
hergestellt. Bischof Otto d. Hl.(1102-1139) trug viel zur verschönerung des Domes bei. Doch auch diese
Kathedrale brannte während eines verherenden Feuers im Sommer 1185 fast völlig nieder.
Erst 1215 ließ Bischof Ekbert von Andechs-Meranien (1203-1237) nach seiner Rückkehr aus der Verbannung
einen neuen Dom errichten. Seinem Reichtum und seinen Beziehungen war es zu verdanken, daß
nur die besten Architekten und Bauhütten Europas am Bau des Doms beteiligt waren. Bei seiner
Weihe am 6. Mai 1237 war der Dom noch immer nicht ganz fertig gestellt.

Fürstenportal
Vor dem Betreten des Doms, sollte man sich die prachtvollen Eingangstore betrachten,
vor allem das Fürstenportal in der Mitte des nördlichen Seitenschiffs. Die gespenstisch
realistische Darstellung des Weltgerichts, vermittelt auf beeindruckende Art die
Symbolik spätromanischer Baukunst. Das Portal wurde nur zum feierlichen Einzug des Fürstbischofs
geöffnet.
Die Alltagseingänge des Domes befinden sich am Ostchor. Auf der linken Seite das wohl älteste
Portal, die Adamspforte. Die sechs Figuren die einst diese Pforte schmückten, befinden sich heute
im Diözesanmuseeum.
Den heutigen Haupteingang des Domes bildet die Gnaden- oder Mariapforte, deren Tympanon unter
anderem den Bistumsbegründer Heinrich II. mit seiner Gemahlin Kunigunde zeigt. Rechts
neben der Gnadenpforte befinden sich im Mauerwerk romanische Metallknöpfe, welche die
Maßeinheiten des Domes darstellen: die Elle mit 67 cm und der Fuß mit 26,8 cm Länge.
Die Wände und Pfeiler im Inneren des Domes erstrahlen seit ihrer Restaurierung und Reinigung
im hellen Farbtons fränkischen Sandsteins. Zur Zeit seiner Entstehung war der Innenraum jedoch
bunt bemalt. Reste davon sind noch an den Chorschrankenreliefs zu erkennen. Kuriosum am Rande:
daß die Vorbilder der Reliefs aus der Malerei stammen, zeigen nach oben fallende Falten der Gewänder,
Säulenbeine und auseinandergeklappte Füße der Apostel an den südlichen Chorschranken. Erst die
Propheten am nördlichen Seitenschiff zeigen eine fast vollständige dreidimensionale Darstellung.
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Das größte Rätsel des Domes dürfte die Statue des "Bamberger Reiters" sein. Bis heute ist
nicht geklärt, wen dieser junge König darstellen soll. Die Vermutungen reichen von Kaiser Heinrich II.,
Konstatin d. Gr., einem der heiligen Drei Könige bis hin zu Stauferkönig Konrad III., welcher im Dom
bestattet ist, König Phillip von Schwaben (1208 in Bamberg ermordet) oder Kaiser Friedrich II..

Bamberger Reiter
Zwischen den Treppen zum Ostchor steht das Kaisergrab, welches von Tilmann Riemenschneider zwischen
1499 und 1513 aus Juramarmor erschaffen wurde. Früher hatte dieses Hochgrab etwa in der Mitte des
Domes gestanden und wurde 1971 an diese Stelle gebracht. Der Deckel des Grabes zeichen Kaiser
Heinrich den II. und seine Gemahlin Kunigunde. Die Reliefs an den Seitenwänden erzählen Legenden, die
um die beiden Heiligen ranken: u.a. die Feuerprobe Kunigundes, das Pfennigwunder, den Tod des Kaisers,
die Wägung seiner Seele durch den Erzengel Michael.
Der Marienaltar, eigenhändige Arbeit des Nürnberger Bildhauers Veith Stoß, befindet sich im südlichen
Querhaus. Er zeigt unter anderem die Geburt Jesu, die Flucht nach Ägypten und die Anbetung der Hl. Drei Könige, weshalb
er auch Weihnachtsaltar genannt wird. Der Altar diente lange Zeit als Krippe in der Oberen Pfarre und
wurde erst 1937 an seinen heutigen Standort gebracht.
Im Westchor steht hinter der Kathedra des Erzbischofs das Grab Papst Clemens II., das einzige
Papstgrab nördlich der Alpen. Der zweite Bamberger Bischof Suitger wurde Weihnachten 1046 von
damaligen König und späteren Kaiser Heinrich III. zum alleinigen Oberhaupt der katholischen
Kirche eingesezt. Bis heute halten sich Gerüchte über den unnatürlichen Tod Past Clemens II.,
der nach nur 9 Monaten Amtszeit auf seinen eigenen Wunsch in Bamberg beigesetzt wurde.
Rechts neben dem Westchor gelangt man über eine steinerne Treppe un die Grablege der Bamberger
Bischöfe.

Bemalungen am Westchor
Der Bamberg Dom bietet so viele Kunstwerke, daß noch viele Seiten geschrieben werden könnten. Wir
wollen es bei den wichtigsten belassen. Besichtigen Sie bitte den Dom mit Ehrfurcht und offenen
Augen. Es gibt viel zu entdecken. Die beste Besuchszeit für den Dom ist entweder morgens vor 10:30 Uhr
oder nach 17:00 Uhr. Dann ist der größte Andrang abgeklungen und Sie können in Ruhe ihre Besichtigung
vornehmen.
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