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Treppenhaus
Das Kloster Ebrach wurde als erstes rechtsrheinisches Zisterzienserkloster
im Jahr 1127 gegründet. Die Besiedlung erfolgte vom vierten Stammkloster des
Ordens Morimond in Frankreich. Abt Adam kam damals mit zwölf Mönchen in die
Wildnis nach Oberfranken um dort eine neue Niederlassung des Ordens zu gründen.
Die erste Klosterkirche Ebrachs dürfte die kleine Michaelskapelle an der Nordseite
des Querschiffes der heutigen Kirche sein, welche am 7. Oktober 1134 durch Bischof
Embricho von Würzburg geweiht wurde.
Die drei Grundsteine der berühmten Basilika des Klosters, welche die Symbole
der heiligen Dreifaltigkeit trugen, wurden am 4. Juli 1200 gelegt. 1285 dürfte
die Kirche vermutlich vom Würzburger Bischof von Sterberg geweiht worden sein.
Der Kirchenbau gilt als einer der großartigsten Werke frühgotischer Baukunst. Über dem
kreuzförmigen Grundriss erhebt sich die dreischiffig gewölbte Basilika und ein Querhaus.
An der Westseite des Kirchenschiffs befindet sich die farbenprächtige Fensterrosette, die
als Weiterführung des Rosenfenster der Kathedrale Notre Dame in Paris gilt.
Ein weiteres großartiges Kunstwerk ist die große Rokokoorgel aus dem Jahr 1743 von J. Jh.
Seuffert . Die Schnitzereien von A. Gutmann lassen den Geist der Rokokomusik deutlich werden.
Das Kloster Ebrach wurde als erstes der großen Barockklöster Frankens in zwei Abschnitten von
1687 bis 1698 und von 1715 bis 1735 errichtet. Leonard Dientzenhofer erschuf den östlichen
Flügel und die zwei- geschossige Nordfassade, nachdem er Waldsassen fertiggestellt hatte.
Im zweiten Bauabschnitt wurde unter Josef Greising der Empfangsbau nach überarbeiteten Plänen
Balthasar Neumanns errichtet. Das großartige Treppenhaus geht direkt auf Balthasar Neumann
zurück. Das Vorbild hierfür ist in Schloß Weisenstein in
Pommers- felden zu finden.
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Der herrliche Kaisersaal, ebenfalls nach Plänen Balthasar
Neumanns gebaut und mit Ebracher Marmor ausgestattet,
bildet alljährlich einen würdevollen Rahmen für Konzerte
des "Ebracher Sommers" und weitere festliche Anlässe.
Die ehemaligen Privatgemächer des Abtes beherbergen heute ein kleine, aber sehenswerte
Dauerausstellung mit einigen wertvollen Exponaten und einem Modell der Klosteranlage um
1555.

Kaisersaal
Doch nicht nur kulturgeschichtliches gibt es vom Kloster Ebrach zu berichten. So soll der
42. Abt des Klosters, Alberich Degen, von einer seiner Reisen aus Transylvanien 1665 eine
neue Traubensorte in die Weinberge Frankens gebracht haben: die Silvanerrebe. Allerdings sollen u.a. in
Castell bereits 1659 Silvanerreben gewachsen sein.
Heute ist in den Räumen des Klosters eine Jugendvollzugsanstalt unter- gebracht.
Daher sind Treppenhaus, Kaisersaal und Dauerausstellung nur in Führungen
( oft durch einen Vollzugsbeamten) zu besichtigen. Auf jeden Fall können
Sie nach Beendigung der Führung sagen: "Ich war im Knast...".
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| Öffnungszeiten Klosterkirche: |
15. April bis 31. Oktober |
10:00 bis 12:00 Uhr 14:00 bis 18:00 Uhr |
| Von November bis März ist die Kirche für Besichtigungen geschlossen. |
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| Führungszeiten Treppenhaus und Kaisersaal: |
1. April bis 31. Oktober |
täglich Führungen um 10:30 und 14:30 Uhr |
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