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Der Messinger Herrgott
An der Ortsverbindungsstraße zwischen Priesendorf und Lembach steht an der Abwzeigung
der Straße nach Trunstadt ein steinerner Bildstock. Dieser wurde bereits 1596 in einer
Beschreibung der Zehntgrenze erwähnt. Allerdings war er zu dieser Zeit noch aus Holz.
Vogt Eigenbrod aus Eltmann ließ diesen durch den
heutigen ersetzen.
Der Bildstock zeigt auf der östlichen Seite einen ca. 20 cm großen Kruzifixkorpus aus
Messing und auf der westlichen Seite die Mutter Gottes mit den Leichnam Jesu.
Dazu erzählt die Sage folgende Begebenheit:
"Während der Franzosenkriege (1796-1800) marschierte eine Schaar französischer Söldner
an dem Bildstock vorbei. Angetrieben von Gier und Beutesucht riss einer der Soldaten das glänzende
Kruzifix vom Bildstock, in der Annahme es sei aus Gold.
Einige Zeit später wurde der besagte Soldat schwer krank. Vor lauter Schmerzen wünschte er sich
zu sterben. Dies war ihm aber versagt. Erst als er das geraubte Kreuz an seinen angestammten
Platz bringen ließ, fand er Erlösung."
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