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In fast jeder Ortschaft sieht man sie um Ostern herum: die Osterbrunnen. Farbenfroh geschmückt mit
vielen bunt bemalten Eiern, oft mit einer Krone aus geflochtenen Tannenreisig, verdeutlichen sie,
daß Ostern der höchste und wichtigste christliche Feiertag ist und ein Fest der Freude sein soll.
Gleichzeitig markiert Ostern das Ende der 40 Tage dauernden Fastenzeit.
Wie alt dieser Brauch ist, lässt sich nicht genau sagen. Es wird jedoch vermutet, dass die ersten
Osterbrunnen Anfang des 20. Jahrhunderts auftauchten. Da die Brunnen früher die wichtige
Wasserversorgung sicherstellten, ist es nicht verwunderlich, daß dem Osterwasser bis heute
eine bsondere Wirkung zugeschrieben wird: so sollen Kinder, die mit frisch geweihtem Osterwasser
getauft werden, besonders klug werden. Auch soll das Wasser, wenn es getrunken wird, vor Krankheiten
schützen und das Verspritzen im Haus hält Ungeziefer fern.
Bis weit nach Ostern können diese Kunstwerke in fast allen Orten besichtig werden.
Ein weiterer Brauch, der vor allem in vorwiegend katholischen Gemeinden gepflegt wird, ist das
sogenannte "Ratschen". Ministranten rufen von Gründonnerstag bis Ostersamstag mit hölzernen
Ratschen oder Rätschen die Gläubigen zum Gottesdienst und ersetzen so die schweigenden Kirchenglocken.
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