Der Einarm bei Priesendorf

An der Ortsverbindungstraße von Priesendorf nach Lembach steht, etwa 500 Meter nachdem die Straße eine scharfe Linkskurve macht, am linken Straßenrand der sogenannte "Einarm". Dieser Stein dürfte etwa im 13. Jahrhundert aufgestellt worden sein und trägt übereinander ein gekrümmtes Messer und eine Pflugschar.
Über dieses Steinkreuz erzählt die Sage folgendes:

"Ein Bauer aus Lembach war beim Pflügen auf seinem Feld. Als die Pflugschar allmählich stumpf wurde, schickte er seine Sohn nach Lembach um sie schärfen zu lassen.

Der Junge jedoch hatte es überhaupt nicht eilig, zu seinem Vater zurückzukehren, worüber der Bauer sehr erbost war. Voller Zorn warf er die Pflugschar nach seinem Sohn. Der arme Junge wurde von der frisch geschärften Schar so unglücklich getroffen, daß ihm ein Arm abgeschlagen wurde. Hilflos musste der Bauer zusehen, wie sein Sohn verblutete und letztlich starb.

Zur Sühne ließ er an der Stelle den Stein errichten. Noch heute kann man um Mitternacht das Wehklagen des Bauers um seinen toten Sohn hören."

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