Der schwarze Hund ohne Kopf

Der Baron von Münster besaß viele schöne und wertvolle Jagdhunde. Diese hielt er in einem Zwinger im hinteren Hof der Burg Lisberg.

Die Schwester des Barons ging eines nachts, etwa um Mitternacht, durch die langen Gänge der Burg. Plötzlich bemerkte sie einen kohlschwarzen Hund. Verwundert darüber - ihr Bruder ließ es nicht zu, dass seine Hunde sich in der Burg aufhielten - ging sie auf das Tier zu, um es sich näher anzusehen. Doch wie erschrak das Edelfräulein, als sie feststellte, dass der Hund keinen Kopf besaß.

Als sie sich wieder von ihrem Schreck erholt hatte, wollte sie nochmals nach dem unheimlichen Gast sehen. Jedoch konnte sie ihn nicht finden, nur der leere Gang der Burg lag vor ihr. Der Hund blieb verschwunden.

Der schwarze Hund ohne Kopf streift heute noch durch die weiten Gänge der Burg. Besonders gern, wenn von der nahen Kirche die Turmuhr mit zwölf Schlägen um Mitternacht die Geisterstunde verkündet.

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