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Die weiße Frau
Ein Ritter des Schlosses in Trabelsdorf besaß eine wunderschöne Frau um die ihn alle
beneideten. Eines Tages entführte ein Ritter aus der nahen Burg Lisberg die arme Frau
und brachte sie in die Burg.
Das Edelfräulein war wegen ihrer Entführung und den Nachstellungen ihres Entführers so
unglücklich, daß sie sich eines Tages voller Verzweiflung vom Burfried in die Tiefe
stürzte. Doch Ihr Tod brachte ihr keine Erlösung. Fortan wandelt sie um Mitternacht zu der
Stelle, an der ihr längst verschwundenes Schloß einst stand.
Nur an einer Stelle an der lieblichen Aurach läßt sie sich nieder um sich etwas auzuruhen.
An eben dieser Stelle, wo das Bächlein eine scharfe Wendung nach Trabelsdorf macht, stolpern
Wanderer auf dem nahen Fußweg gerne und wollen dann ein hämisches Kirchern der "weißen Frau"
hören.
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